Top 25 am Weltcup #2 – das Wochenende von Waterloo USA

Mit einem C2 Rennen am Freitag und dem 2. Weltcuprennen vom Sonntag in Waterloo ging meine letzte Vorbereitung der Quersaison erfolgreich zu Ende. Das Renngelände im Hinterhof des Fahrradherstellers Trek war bestens für die Rennen geschaffen und bot eine dreitägige Cyclocrossparty.

Es war nicht das erste Mal für mich, dass ich den CXC Trek Cup bestritt – ich kannte die Region bereits ein wenig. Ich wohnte mit Timon und Kevin die paar Tage vor den Rennen bei Mike, einem Trek-Mitarbeiter, rund 30 min südlich vom Renngelände entfernt, in einem Haus am Lake Wabuesa. Nach der Streckenbesichtigung am Donnerstag führte uns Mike via privat Tour durch die Hallen der Trek-Factory. Eine sehr spannende Führung und eine Wahnsinns Firmen-Philosophie.

Zur Strecke:

Direkt hinter der Trek-Factory befand sich ein kleiner Park neben dem Mitarbeiterparkplatz der Firma. Gekonnt und wohl überlegt wurde die Strecke in die hügelige Landschaft eingepflanzt. Es gab viele Richtungswechsel, mehrere Schräghänge, Laufpassagen, sowie Treppen und mehrere Hürden. 

UCI C2, 15. Rang

Das Rennen vom Freitag war auf der staubtrockenen Runde enorm schnell. Die Hitze von rund 30 Grad machte die Anstrengung real. Ich hatte einen tollen Start, kam aber nach meinem Gefühl nicht recht auf Touren. Nach einem tollen Start befand ich mich in der Verfolgergruppe von 10 Fahrern von Rang 4 bis 14. Das Tempo war jedoch zu hoch für mich und ich musste abreissen lassen. In einer Gruppe mit zwei weiteren Fahrern kämpfte ich schliesslich um Platz 15. 

UCI WC, 25. Rang

Dann drehte das Wetter. In der Nacht zum Sonntag viel derart viel Niederschlag, dass die Rennstrecke komplett aufgeweicht wurde und zu einem richtigen Mudfest mutierte. An einigen Orten war die Strecke sogar wasserüberflutet. Beim Einfahren auf der nassen Strecke fand ich mich gut zurecht und hatte enorm Spass. Die Temperaturen waren mit rund 25 Grad warm und der Regen kühlte einen nicht aus.

Die grösste Herausforderung des Tages aber war eine Pitcrew von sechs Personen zusammen zu stellen – den die Velos mussten wirklich jede Runde mindestens einmal gewechselt werden. Wir hatten im Vornherein schon 3 Personen organisieren können, weil aber zwei von Ihnen verletzungshalber dann doch nicht eingesetzt werden konnten, suchten wir auf dem Rennplatz nach Helfern. Wir fanden eine Horde richtig amerikanische Velofreaks aus Iowa, die einspringen konnten. Wie es sich gemäss UCI Kommissärin herausstellte, war dies die verrückteste Pit-Crew, die Sie jemals gesehen hätten. Bei Bier, lautem Gebrüll und Gillets, die aussahen als wären sie aus einer Amerikanischen Flagge genäht musste man als Fahrer in der Wechselzone nicht lange suchen.

Die Weltcup-Startaufstellung hat in diesem Jahr eine neue Regel erhalten – die Top 24 Fahrer des Weltcuprankings haben vor der UCI Rangliste Vortritt. Das hatte für mich keinen Einfluss – war aber für einige Fahrer sehr interessant. Nach einem recht guten Start, hatte ich in der ersten Runde plötzlich einen Hinterradplatten – ein gebrochenes Ventil war die Ursache. Nach dem Velowechsel fand ich schnell meinen Rhythmus und fuhr konstant nach vorne. Im Ziel schaffte reichte es für Platz 25 – mein bisher bestes Weltcupergebnis.

Als nächstes steht das erste Rennen der EKZ-Crosstour in Aigle Anfang Oktober auf dem Programm

ride on!
Lukas

Veröffentlicht am 24. September 2019, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: