Saisonstart in Rochester USA

Dieser Moment – wenn du an der Startlinie stehst und keine Ahnung hast, wohin dich das Leben gerade katapultieren wird. Es fühlte sich an wie eine grosse Abschlussprüfung – die lange Vorbereitung mit Übungen und stundenlangen Ausfahrten auf dem Velo. Stets motiviert und ohne Diskussionen über äussere Bedingungen. Ich habe immer mein Bestes gegeben und meine Saisonvorbereitung neben dem Job so gut wie nur möglich genutzt. Und dann heisst es plötzlich – liefern!

Victor NY – nach unserer Ankunft am 1. September in Rochester wurden wir herzlichst von Nancy, Don, Cooper und Ty am Flughafen empfangen. Unsere Hostfamilie freute sich genau so fest, wie wir uns freuten. Die Familie wohnte rund 35km südlich von Rochester NY in einem kleinen, ländlichen Ort namens Victor. Die Familie war Radsport begeistert und bot uns alles was das Sportlerherz begehrt. Auch die Umgebung war kaum zu übertreffen – gleich über die Strasse befand sich der Dryer Trailpark mit einem schier endlosen Trailsystem auf kleinstem Raum. Die Trails waren dermassen flowig, dass wir mit dem Radquervelo mächtig Spass hatten. Die Strassen waren nicht stark befahren und liessen uns einen Einblick in die Fingerlake Region geben. Aus stillgelegten Railroads werden hier Graveltrails gebaut – wir konnten so bis in die Stadt fahren, bzw. zum Genesee Park in Rochester, wo dann auch die Crossrennen stattfanden.

Erster Tag:

Die Rennen in Amerika sind mit einer unglaublichen Vielfalt an Kategorien pro Renntag vollgepackt. Neben den UCI Junioren, Elite Damen und Herren, werden verschiedenste Altersklassen, Fattire sowie Singlespeed Rennen gezeigt. Unser Start der Elite Herren fand demzufolge erst um 16:00 Uhr statt.

Die Strecke im Stadtpark war flach, trocken, schnell und mit Sektionen wie „Duble Trouble“ oder „Jungle“ gespickt, das Wetter trocken um 20°C.

Vor dem Rennen fühle ich ein gewisse Nervosität – wie vor jedem ersten Rennen in der neuen Saison. Mann weiss nich wo man steht, wie fit die übrigen Fahrer sind und ob die Vorbereitungen dem standhalten können.
Mit einigen wenigen UCI Punkte hoffte ich vorne starten zu können – zu mehr als der 4. (!) Startreihe reichte es dann doch nicht. Nach einem verhaltenen Start, holte ich mir in der zweiten Runde bereits einen Plattfuss am Hinterrad und verlor zusätzlich einige Plätze. Bis ins Ziel schaffte ich es noch auf den 21. Rang.

Zweiter Tag:

Obwohl es in der Nacht Niederschläge gab, war die Strecke von der Beschaffenheit her genau gleich – auch der Kursverlauf änderte kaum. Nur die technischen Passagen wurden wenig umgesteckt – was eher untypisch war. Normalerweise wird an einem Doppelwochenende am zweiten Tag in der entgegengesetzten Richtung gefahren wie am ersten Tag. Der Start gelang mir diesmal deutlich besser. Durchs gesamte Rennen konnte ich mit Druck fahren und bis in die letzte Runde auch ohne Probleme, wäre da nicht noch die Kette vom Kranz gesprungen… Dies kostete mir noch zwei Plätze und am Schluss reichte es für einen guten 17. Rang.

In der Zwischenzeit bin ich in Iowa City angekommen und werde mich auf die nächsten Rennen vom Freitag, Samstag und Sonntag vorbereiten.

Grüsse aus den Staaten

Lukas

Veröffentlicht am 10. September 2019, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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