Weltcup Auftakt in Las Vegas – Sincity

Einen Monat früher als gewohnt, gehts dieses Jahr los mit der Radquer Weltcup Saison. Viele europäische Fahrer nahmen die lange Reise auf sich. Ein grosses Feld von 70 Fahrern war gemeldet.

Zum Glück herrschte Tiefdruckwetter während den Veranstaltungstagen in Las Vegas. Angenehme 20-25 Grad waren angesagt anstatt den üblichen 35-40 Grad. Die trockene Luft blieb aber trotzdem.

Die auf mehreren und auf verschiedenen Niveaus liegenden Fussballfeldern gesteckte Strecke war sehr schwer. Einerseits war die Streckenführung sehr schnell und wendig, der Flow wurde jedoch mit eingebauten Hürden, Sandpassage, Treppen und dem zum Teil sehr moosigem Gras immer wieder unterbrochen.
Das Rennen startete unter Flutlicht um 21:30 Ortszeit. Hektisch und schnell ging es zur Sache. Ich konnte meine Startposition vorerst halten. Doch noch in der ersten Runde nach den Hürden stürzten zwei Fahrer gleich vor mir zu Boden. Ich konnte nichts machen und wurde auch gleich von weiteren, von hinten anbrausenden Fahrern, auf die vorderen zwei Kollegen gedrückt. So entstand ein sogenannter ‚Huufe‘ mit Menschen und Velos. Ihr könnt euch etwa vorstellen, wie lange es dauerte, bis der Knoten gelöst war und jeder wieder sein eigenes Velo hatte. Wir Sturzopfer waren fortan das Gruppetto des Rennens.
Das konnte ich so aber nicht auf mir sitzen lassen! Für ein Resultat in den 60igern bin ich sicher nicht nach Las Vegas gereist. Also: Ab in die Offensive war die Devise! Voll am Anschlag und nach einem weiteren kleinen Fahrfehler, konnte ich den Anschluss an eine grössere Gruppe herstellen.
Nach vorne orientiert überholte ich Fahrer um Fahrer und machte jagt auf die nächste Gruppe.
In der letzten Runde befand ich mich in einer kleinen Gruppe, wo es noch um den letzten Preisgeldplatz ging. Ich wollte es nicht drauf an kommen lassen und griff an. Die Lücke entstand schnell und ich konnte sie halten.
Vor dem Ziel konnte ich noch einen Fahrer ‚a al Ändu Moser’ überholen. 😉
Erschöpft und ein wenig enttäuscht über den Verlauf im Ziel angekommen, wartet bereits ein Typ von Antidoping dort und nahm mich in Empfang. Ich durfte also noch unter Aufsicht pinkeln gehen. Herrliche Momente 😀
Nun geht es weiter nach Boston, wo ich in einer Woche zwei weitere UCI C2 Rennen fahren werde.
Lukas

Veröffentlicht am 21. September 2015, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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