Radquer in China: Eine Organisation, die hält, was sie verspricht!

Die Chinesen wollten die Ersten sein und eröffneten am 30. August die Internationale Radquersaison in Peking mit einem UCI C1 Event. Drei Tage später folgte auf der Südinsel Chinas Hainan ein weiterer UCI C1 Event.

Eine Organisation, die hält was sie verspricht! Shuttle, Hotel, Essen und eine Renntaugliche Strecke – alles war da und es funktionierte.
Mit grosser Neugier machte ich mich mit zwei weiteren Schweizer auf Richtung China. Die Chinesen luden freundlich ein, bei Ihnen die UCI Radquersaison zu eröffnen.

Freundlich und mit einem Lachen im Gesicht wurden wir von den freiwilligen Helfern am Flughafen abgeholt und ins Hotel gefahren. Wir landen rund 80km ausserhalb von Peking in den Bergen im schönen Sportresort Yanqing. Die Sonne schien und von dem Smog, vor dem mich viele Freunde gewarnt hatten, gab es keine Spur – vorerst. Wir besichtigten gleich nach der Ankunft im Hotel die Rennstrecke vom ersten Rennen. Ein wenig ausserhalb in einem Park wurden wir fündig – eine präzise getrimmte Fahrbahn liegt uns zu Füssen. Links und rechts mit weisser Farbe und Plastikbändern geführt, schlängelt sich die Strecke kurvig und flach durch die Bäume. Der sehr unruhige Untergrund und die scharfen Steine fordern die Konzentration und begünstigen Reifendefekte. So war ich ebenfalls ein Opfer eines solchen Defektes – zum Glück passierte das während der Besichtigung.

Am Renntag herrschte der Smog am Himmel – es war neblig und trüb. Nichtsdestotrotz konnte man überall die Spannung spüren, welche vor dem ersten Rennen der Saison ausserordentlich hoch war. Die Ungewissheit über den aktuellen Formstand von sich selber, sowie der gegnerischen Fahrern war der Auslöser für die Nervosität.
Das Rennen wurde schnell lanciert und mit anfänglichen Startproblemen, konnte ich in der zweiten Rennhälfte schliesslich aufdrehen. Es reichte mit dem 9. Rang bis in die top ten. Ein Resultat das mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Am nächsten Tag wurden die Koffern wieder gepackt und die Reise ging weiter in den Süden, auf die Insel Hainan. Mitten in den Bergen der Insel war unser zweites Rennen. Das neue Hotel war ein richtiges protz-Ding. Rundherum gab es zwar nur Hütten und Dreck. Doch in jedes Zimmer war luxuriös eingerichtet und man fand jeweils einen Pokertisch vor.

Der Kurs des zweiten Rennens war direkt neben der Hotelanlage mitten im Palmenwald.
Wesentlich mehr Höhenmeter musste man auf dieser Strecke absolvieren. Es sah so aus, als wäre die Strecke erst vor kurzem in den Hang gebaggert worden.
Die tropische Hitze am Renntag war schwer zu ertragen, auch trotz des Regens, welcher beim Start einsetzte. Denn eine Abkühlung war das nicht.
Der Kurs war dann auch extrem schwierig zu befahren. Der Regen versickerte kaum und stellte eher eine Gefahr in Form von Aquaplaning dar.

Der Start gelang mir deutlich besser, so konnte ich mich bereits von Anfang an in den top ten halten. Im Ziel beendete ich das Rennen als guter 8.

Es folgte der Abschlussdinner mit der gesamten Belegschaft. Auch der anschliessende Karaoke- und Tanzabend war sehr amüsant. Am nächsten Tag begaben wir uns noch auf eine kleine Abschlussradtour, bevor dann alle in ihre Heimat zurückreisten.

Ein tolles Erlebnis mehr in meinem Gepäck.

Bald geht auch in der Schweiz die Radquersaison los. Am Sonntag fällt auf der badener Baldegg der Startschuss der EKZ Cross Tour.

Lukas

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Veröffentlicht am 8. September 2015, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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