Comeback am Inferno Triathlon geglückt

Endlich wieder im Renneinsatz. Nach nun mehr als fünf Wochen Rennpause nach meinem Trainingsunfall, durfte ich wieder intensiver ins Geschehen eingreifen. Die Zwangspause und der Wiederaufbau im Engadin haben mir wieder neue Kraft gegeben und nun bin ich zurück.

Nachdem ich anfangs Woche die Freigabe für intensivere Trainingseinheiten erhalten hatte, freute ich mich extrem darauf mit meinen Teamkollegen am Inferno Triathlon bei der Teamtrophy mit zu machen. Meine Aufgabe im Team war es, die Bike Strecke zu bewältigen. Diese führte von Grindelwald via kleine Scheidegg, Wengen und Lauterbrunnen nach Stechelberg, wo die letzte Wechselzone der Teamtrophy eingerichtet war. Als dritter und mit gut vier Minuten Rückstand übergab mir der Rennvelofahrer den Zeitmesschip und schickte mich auf die Bikestrecke. Sofort machte ich mich auf die Jagt nach den vorderen zwei Fahrern. Noch im ersten Drittel des 11km langen Aufstieges konnte ich das zweitplatzierte Team überholen. Nun war ich heiss die Spitze zu übernehmen. Ich fuhr stets am Limit, war somit zügig unterwegs und doch reichte es nicht den führenden Fahrer je ins Blickfeld zu bekommen. Das spornte mich weiter an, mich noch weiter zu quälen.
Merkwürdig schienen mir die jeweils überraschten Gesichter an den Verpflegungsposten bei Kilometer acht und der Passhöhe auf der kleinen Scheidegg. Alle schreckten auf und rannten zu den Verpflegungsposten um mir doch noch etwas anbieten zu können.
Um auf meiner Jagt keine Zeit zu verlieren, kühlte ich mich nur ein wenig mit einem Becher gefüllt mit Wasser und stürzte mich sofort in die rasante Abfahrt nach Lauterbrunnen.
Ich war sehr beeindruckt von der Leistung des Bikers des führenden Teams, denn ich konnte immer noch niemanden sehen. So versuchte ich technisch sauber zu fahren um so den Abstand zu verringern. Als ich dann im Tal unten war und die 5km Asphaltstrasse nach Stechelberg in Angriff nahm, fuhr mir plötzlich ein Begleitmotorrad vor. Nicht schlecht dieser Service, dachte ich, macht auf der Hauptstrasse auch Sinn. Ich stampfte noch einmal alle Kräfte in die Pedalen und erreichte schliesslich die Wechselzone in Stechelberg.

Mit dem Tunnelblick peilte ich direkt meinen Läufer an, um die Übergabe möglichst effizient zu halten. Denn Zeit auf das führende Team wollte ich keine mehr verlieren.
Mein Läufer beruhigte mich dann aber und versuchte mir klar zu machen, dass wir aktuell in Führung liegen würden. Moment – in Führung?
Wie später klar wurde, hatte sich das führende Team bereits nach zwei Kilometern auf der Bikestrecke verfahren. Und ich wusste nichts davon bis zur Übergabe. Die rekordverdächtige Schlusszeit (1:15:37) der Bikestrecke lässt auf eine hartnäckige Jagd auf den ‚Geisterfahrer‘ vermuten 😉

Zufrieden mit dem Auftritt und zuversichtlich für die kommende Radquersaison, freue ich mich auf die nächsten Einsätze und Abenteuer in China.

Lukas

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Veröffentlicht am 23. August 2015, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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